Countryfreunde Magdeburg -

Allgemein,Interessantes aus der Countryszene

11. Januar 2015

10 Fragen – 10 Antworten

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Die Magdeburger Country- und Line Dance Szene schrumpft.
Deshalb möchte ich über meinen Blog Menschen vorstellen, die sich engagiert und unermüdlich für den Erhalt der Szene einsetzen.
In Form von kleinen Interviews versuche ich euch Einblicke zu verschaffen, was diese Menschen antreibt, und Ihre Sicht auf diese Szene wiedergeben.

Mein erstes Interview führte mich zu Petra.
Sie organisiert mit, gibt neue Tänze weiter und berät in Outfitfragen. Ihr Spaß und ihre Freude am Tanzen sind mitreißend.

10 Fragen – 10 Antworten

1. Wie hast du zum Line Dance gefunden ?

Angefangen hat es nach einer Weihnachtsfeier 2003 im ehemaligen „Messtron“ in der Dodendorfer Straße in Magdeburg.
Hier habe ich mit Kollegen im Kellergeschoss des Gebäudes gebowlt, im Anschluss wurde das Wichteln und Speisen in den oben gelegenen Gastraum verlegt.
Hier hat zu diesem Zeitpunkt gerade Holger Schröder mit Tanzmäusen Line Dance trainiert. Wir waren vom zuschauen so begeistert, dass wir beim Bezahlen der Rechnung Holger im Bezug auf einen möglichen Line Dance Unterricht hinterfragten. Er lud uns zu einem Schnupperkurs im Januar 2004 ein, wir sagten alle zu. Tatsächlich kamen dann im Januar 2004 insgesamt 6 meiner Kollegen, davon sind jetzt noch 2 dabei, Heidrun und ich.

2. Wie motivierst du die einzelnen Tänzer ?

Ich bin selbst leidenschaftliche Tänzerin und meisten gut gelaunt. Das allein überträgt sich auf andere Tänzer, man reist die Leute einfach mit.
Ich sag es mal so, wir sind alle aus Liebe zur Musik, Freude am Tanzen und Spaß an der Sache hier. Keiner wird gezwungen, wer nicht gut drauf ist oder gerade mal einen Titel/Tanz nicht mag, kann sich zurücklehnen und im Nebenraum bei Geselligkeit quatschen.
Wir verstehen uns alle gut, keine Perfektion, sondern Spaß und Freude stehen an erster Stelle. Von daher bedarf es keiner großen Motivation.

3. Du bringst es ja auf einer ehrlichen Art und Weise rüber, weil du eben selbst davon überzeugt bist ?

Ja, ich mag die Country Musik, den Tanz, die netten Leute.
Es ist für mich ein Ausgleich zum stressigen Alltag, es tut dem Körper, Geist und Seele gut.

4. Kommen wir mal zu den Texas Outlaws, sie existieren ja nun seit 2007 – Vor welchem Publikum seid ihr bisher aufgetreten ?

Vor jeder Art von Publikum, vor großen und kleinen, vor jungen und alten, vor lustigen aber auch ernsten Leuten, quer Beet also.

5. Gibt es Auftritte, die dir in besonders guter Erinnerung geblieben sind ?

Ja, ich erinnere mich gern an unsere Auftritte anlässlich einer Weihnachtsfeier im Ratswaage Hotel. Es war ein riesiges Publikum, es hat sich so mitreißen lassen, der Saal bebte. Nach Country- und Weihnachtsliedern folgte als Zugabe der Can Can … der Beifall wollte nicht aufhören. Ein gelungener Auftritt eben. Aber auch die durchgeführten Conteste stellten eine besondere Herausforderung dar. Man muss nicht gewinnen, aber einfach dabei sein. Auch die Auftritte in den Möbelhäusern … , die Leute gehen hier einkaufen, schauen, gehen vorbei, einige bleiben stehen, wiegen sich im Takt, fragen nach .. , einige kommen zum schnuppern. Und nicht zu vergessen, das Kirchenprojekt. Mal ein ganz anderes Publikum. Das man selbst zu Kirchenliedern Line Dance tanzen und mit Country ergänzen kann, war eine Herausforderung der besonderen Art. Auch die nette Gemeinschaft in den Kirchenkreisen ist eine wunderbare Erfahrung, die ich heute nicht mehr missen möchte.

6. Kleiner Themenwechsel, du bist ja vor wenigen Wochen von deiner Reise nach Amerika zurück gekommen. Wie waren deine Eindrücke?

Es war meine 4. Reise in den USA, das 2. Mal die Westküste lang, Route 66, die Nationalparks, Grand Canyon, Las Vegas, San Diego, Palms Springs, San Francisco, Santa Barbara, Ventura … u.a. . Ich liebe das Land, die Landschaften, die Leute, Kultur & Mentalität … einfach alles.

7. Du hast ja sicherlich auch in die amerikanische Line Dance Szene rein geschnuppert, oder? Gibt es Unterschiede zwischen amerikanischer und deutscher Szene?

Ich kann dazu nur sagen, meine Tochter ist dort sehr oft zum Line Dance gegangen, ich selbst lediglich 2 mal in verschiedenen Lokation. Aber im Ergebnis können wir beide sagen, die Leute sind freudiger, mit noch mehr Spaß bei der Sache, sie haben Ausstrahlung !!! Das fehlt uns hier, die Freude und den Spaß auch sichtbar zeigen!
Man lernt dort 4-5 Tänze am Abend! Das ist der Wahnsinn für mich. Und alle Tänzer ziehen unermüdlich mit, ob jung oder alt. Hier wird in der Regel 1 Tanz vermittelt, dann noch 1 bis 2 mal wiederholt, bis er richtig sitzt.

8. Was denkst du, was man importieren könnte aus der amerikanischen Line Dance Szene?

Freude und Ausstrahlung kann man nicht vorgeben oder diktieren, aber vermitteln und einfach dran arbeiten, das kann man.

9. Am 21. bzw. am 22.November war hier die Prüfung zum Deutschen Tanzsportabzeichen (DTSA). Wie habt ihr euch darauf vorbereitet, wie viele Mitglieder der Texas Outlaws nahmen daran teil und wie viele Teilnehmer bestanden die Prüfung in den verschiedenen Kategorien.

Wir haben jeden Donnerstag die geforderten Tänze durch getanzt.
Die Goldtänze waren eine große Herausforderung für uns, da es keine bekannten Tänze waren, dazu kam der hohe Schwierigkeitsgrad- …“ Gold“ eben.
Die Silbertänze waren zwar bekannte Titel und Tänze, aber die Teilnehmer waren erst seit kurzer Zeit bei den Texas Outlaws bzw. bei den Line Dancern.
Insgesamt haben wir 6 Gold-, 6 Silber- und 6 Bronzeabzeichen geholt. Darauf sind wir, aufgrund unserer kleinen Gruppenstärke, sehr stolz.

10. Was sind die nächsten Ziele und Vorhaben ?

Wir haben einige geplante Auftritte, auf die wir uns gut vorbereiten müssen.
Wir werden wieder das DTSA ablegen und wir wollen einer Einladung unsere Freunde, die“ Country – und Line Dance Friends Hochrhein e. V.“ (ca. 730 km) nachkommen.
Auf diese Höhepunkte freuen wir uns besonders, ansonsten wollen wir weiterhin viel Spaß und Freunde miteinander haben.

Petra, ich bedanke mich für das Gespräch und wünsche viel Erfolg weiterhin!

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